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Ein Interview mit Svenja Leuschner

PHYSIOtalk: Herzlichen Glückwunsch Frau Leuschner. Sie wurden kürzlich vom DFV (Deutscher Franchise Verband e. V.) branchenübergreifend unter die besten drei Franchisegründer 2014 gewählt. Wie fühlt sich das an?
Svenja Schuster: Vielen Dank. Das fühlt sich ganz wunderbar an, denn es ist eine große Anerkennung meiner Arbeit. Mir wurde dadurch noch mal bewusster, was ich in kurzer Zeit geschafft habe. “Das Besondere daran ist, dass es eine branchenübergreifende Auswahl ist und ich mit meinem Team nach etwas über einem Jahr diesen Erfolg ernten darf.”

PHYSIOtalk: Kam diese Auszeichnung überraschend für Sie und was ist das Besondere daran?
Svenja Schuster: Ja, die Auszeichnung kam absolut überraschend, ich habe überhaupt nicht damit gerechnet, ausgewählt zu werden. Ich habe mich beworben, um eine Erfahrung für mich generieren zu können, aber dass ich dann da sitzen würde, hätte ich nicht erwartet. Das Besondere daran ist, dass es eine branchenübergreifende Auswahl ist und ich mit meinem Team nach 2 Jahren diesen Erfolg „ernten“ darf.

PHYSIOtalk: Welche Kriterien müssen erfüllt werden bzw. wie kann man sich als Unternehmen dafür bewerben?
Svenja Schuster: Die Awards werden regelmäßig vom DFV ausgeschrieben, die Unterlagen für die Anmeldung erhält man auf der Internetseite. Es sind einige Seiten, die mit Inhalt zu sich und seinem Unternehmen auszufüllen sind, um die Jury zu überzeugen. Kriterien sind unter anderem Umsätze, Personalentwicklung und die Entwicklung der Praxis/des Unternehmens in den ersten Jahren. “Wir sind immer auf dem neuesten Stand der internationalen Erkenntnisse.”

PHYSIOtalk: Mögen Sie uns etwas über Elithera erzählen?
Svenja Schuster: Elithera ist ein sehr erfolgreiches Franchisesystem für Physiotherapeuten. Es geht dabei um effiziente Praxisorganisation und Unternehmensführung, Aufbau und Unterstützung von wirtschaftlich erfolgreichen Praxen und Einführung und Umsetzung von Qualitätsstandards in der Therapie. Es ist ein einzigartiges Netzwerk für selbstständige Physiotherapeuten. Elithera unterstützt Existenzgründer, Praxisinhaber und Kliniken.

PHYSIOtalk: Wie genau hat sich Ihre Arbeit durch Elithera verändert?
Svenja Schuster: Meine selbstständige Arbeit als Physiotherapeutin und Unternehmerin wurde durch Elithera stark geprägt. Ich habe keinen Vergleich als Selbstständige ohne Elithera, aber den möchte ich auch nicht haben. Meine Kollegen im Netzwerk, die länger selbstständig sind, haben mir immer geraten, nicht dieselben Fehler wie sie zu machen und das ist durch Elithera möglich geworden. Ich konnte und kann viele Hürden viel leichter bewältigen und habe immer die richtigen Ansprechpartner und Berater. Meine Arbeit ist dadurch von Anfang an sehr professionell aufgestellt. Außerdem habe ich deutlich mehr Bereiche, in denen ich mitwirken kann. Zum einen meine eigene Praxis, in der ich mich verwirklichen kann und zum anderen den Beirat des Franchisesystems, der letztes Jahr gewählt wurde. Wir sind zu dritt und unterstützen die Interessen der Partner und arbeiten sehr eng mit der Systemzentrale und der Geschäftsführung von Elithera zusammen. Das ist noch mal eine ganz andere Arbeit, die mir sehr viel Freude bereitet. Die Arbeit als Physiotherapeutin ist qualitativ auch noch ein ganzes Stück besser geworden. Dadurch, dass wir bei Elithera sehr viel Wert auf Qualität in der Therapie legen und diese innerhalb des Systems auch standardisieren, haben wir tolle Fortbildungen in unserer Academy. Robert Pfund als therapeutischer Leiter schult uns und unsere Mitarbeiter in dem Thema „aktive Therapie“, die nachgewiesene wirksamste Therapie bei muskuloskelettalen Erkrankungen. Wir sind immer auf dem neuesten Stand der internationalen Erkenntnisse.

PHYSIOtalk: Aktivität und Training spielen in Ihrem Angebot offensichtlich eine wichtige Rolle. Was zeichnet Ihr Konzept dabei genau aus?
Svenja Schuster: Das Konzept zeichnet sich dadurch aus, das wir Patienten geführt in die Aktivität und damit ins Training bringen. Ein großer Teil der Therapie findet an den Trainingsgeräten von Total Gym statt. Wir arbeiten mit dem Power Tower von Total Gym, ein Multifunktionsgerät an dem die Leute so gut wie all ihre Übungen durchführen können. Es arbeitet nicht mit starren Gewichten, sondern mit dem Widerstand des eigenen Körpergewichtes. Funktionelle Übungen können ausgeführt werden, so wie sie im Alltag auch den größten Erfolg bei meinem Patientenklientel und es fördert die Eigenverantwortung der Patienten.

PHYSIOtalk: Was wünschen Sie sich von Ihren Patienten?
Svenja Schuster: Eigenverantwortung, Investitionen in das, was ihnen gut tut (Therapie und Training) und die Bereitschaft, ihre Beschwerden „aktiv“ in die Hand zu nehmen.

PHYSIOtalk: Was wünschen Sie sich von einem Berufsverband?
Svenja Schuster: Vom Verband wünsche ich mir, dass alle Verbände eine Sprache sprechen und sich gemeinsam für die gleichen Ziele einsetzen. Es wird dringend Zeit, den Berufsstand zu verbessern. Viel bessere Bezahlung, bzw. höhere Sätze für die Therapien, eine Befundposition und vor allem den Erstkontakt. Die Versorgung der Patienten wäre deutlich besser. Es ist schade, dass die Verbände so langsam vorankommen.
“Manche Leute müssen wir natürlich erst davon überzeugen, dass aktive Therapie besser für sie ist als Massage.”

PHYSIOtalk: Nutzen Sie E-learning oder besuchen Sie ab und an Internetseiten für Ihren Beruf?
Svenja Schuster: Ich nutze häufig Seiten, die meinen Beruf betreffen, E-learning nutze ich bei Fortbildungen von Elithera, denn dieses bietet einige Fortbildungen unterstützt durch Elerarning an, in anderen Bereichen eher weniger.

PHYSIOtalk: Was ist Ihnen das Wichtigste als Physiotherapeut?
Svenja Schuster: Patienten zu betreuen und gut zu versorgen und aktive Therapie voranzubringen.

PHYSIOtalk: Und was würden Sie sich für Ihre Berufsgruppe wünschen, wenn Sie einen Wunsch frei hätten.
Svenja Schuster: Ein Wunsch: Bessere Bezahlung. Denn die jungen Physiotherapeuten werden deshalb immer unzufriedener und das bedeutet, der Fachkräftemangel wird immer größer und die Freude an dem Beruf geht verloren. Wir haben so viel Verantwortung und hören uns so viel Leid der Patienten an, also auch eine psychische Belastung und dann die Akkordarbeit, das muss einfach besser bezahlt werden. Der Beruf ist wunderbar, aber unter den Bedingungen zu wenig wertgeschätzt von den Zuständigen.

PHYSIOtalk sagt DANKE für das Interview und wünscht Ihnen alles Gute!
Ihr Team von PHYSIOtalk.de